„Ein Mutter kämpft gegen Hitler“
Am Donnerstag, 12. November 2026, um 19.30 Uhr Uhr liest die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Patricia Litten im Kulturhaus Oberwesel aus dem im Exil verfassten Buch ihrer Großmutter: "Eine Mutter kämpft gegen Hitler". Musikalisch begleitet wird die Lesung von der Cellistin Birgit Saemann.
In ihrer konzertanten Lesung erinnert Litten an ihren 1938 im Konzentrationslager Dachau gestorbenen Onkel, den Rechtsanwalt Hans Litten. Dieser machte sich früh als Gegner des nationalsozialistischen Regimes und "Anwalt des Proletariats“ einen Namen. 1931 wagte er es, Adolf Hitler in Berlin nicht nur in den Zeugenstand zu holen, sondern ihn auch vorzuführen. Durch die Fragen des Strafverteidigers in die Enge getrieben, verstrickte sich Hitler unter Eid in Lügen und beschimpfte Hans Litten wütend. Diese Demütigung hat Hitler ihm nie verziehen. Noch in der Nacht des Reichstagsbrandes wurde Hans Litten verhaftet.
Seit dem Tag der Verhaftung hatte seine Mutter, Irmgard Litten, alles unternommen, um ihren Sohn aus den Fängen der Nationalsozialisten zu befreien. Ohne Erfolg: Nach fünf Jahren Folter in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern nahm sich Hans Litten am 5. Februar 1938 im KZ Dachau das Leben.
Patricia Litten, Enkelin Irmgard Littens und Nichte Hans Littens, trägt diese Familiengeschichte mit großer persönlicher Tiefe vor. Die emotionale Wucht der Texte wird von Birgit Saemann musikalisch unterstrichen. Ergänzende Bildprojektionen lassen die Texte des von Irmgard Litten 1938 im Exil geschriebenen Buches "Eine Mutter kämpft gegen Hitler" noch intensiver erfahrbar werden.
Tickets für 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) gibt es ab dem 12.08.2026 im Kulturhaus sowie online (siehe Button unten); bei Ticket Regional und allen Vorverkaufsstellen, wie z.B. der Tourist-Info Oberwesel.